| Sicherheit: |
| ... ein Thema mit dem sich inzwischen alle Windows-Benutzer mit Internet-Zugang auseinander setzten müssen.
Da ich immer wieder gefragt werde, was dabei zu beachten ist, versuche ich auf dieser Seite ein paar einfache Sicherheitsmaßnahmen darzustellen. Mit einigen wenigen Möglichkeiten ist es schon möglich, relativ viel Schutz zu erhalten. Ich beschränke mich bei meinen Software-Tips ausschließlich auf einige von mir z.Z. selber benutzte Freeware Programme. Es gibt viele weitere Programme die ähnliches und z.T. auch besser können. Es gilt jedoch: KEIN SCHUTZ IST 100% WIRKSAM! Sicherheitslücken werden vor allem zu Windows und zu Windows Produkten gemeldet. Das liegt meiner Meinung nach vor allem an diesen 3 Dingen:
Was gibt es für Computerschädlinge und was können sie anrichten? Früher unterschied man noch zwischen Viren, Würmer, Trojaner, Dialer, Adware, Spyware, etc. ... Heute bringen die einzelnen Computerschädlinge ein gemischtes Schadenspotential mit. Ich könnte jetzt ein dickes Buch zu Schädlingen schreiben, das habe ich aber nicht vor. Eines haben diese Schädlinge in der Regel gemeinsam. Sie sind vom Computer-Anwender nicht gewollt und schaden ihm indem sie:
Wie kann ich meinen Windows-Internet-Computer absichern? Das hängt ersteinmal vom Computer-System ab und ist pauschal erstmal nicht zu beantworten. Reichte in der Vor-Internet Zeit noch ein Virenscanner aus, gibt es mit Internet-Zugang einiges mehr zu beachten. Bei meinen Empfehlungen gehe ich von einem PC mit Windows ME, Windows 2000 oder höher aus, der entweder über Modem, ISDN oder DSL direkt an das Internet angeschlossen ist, so wie es bei vielen privaten Internet-Anschlüssen der Fall ist. Bei DSL fällt die Dialer-Problematik nicht an, wenn nicht gleichzeitig ein ISDN oder Modemanschluss vorhanden ist. Steht der Rechner hinter einer Hardwarefirewall oder benutzt einen Proxy-Server sind evtl. schon viele Sicherheitslücken geschlossen. Doch jetzt zurück zum Einzel PC mit direktem Internet-Zugang. Die einzelnen Risiken: Das 1. Risiko: tritt direkt nach der Einwahl auf und wird erst durch das Auflegen beendet. Mit der Einwahl des Rechners in das Internet ist er für andere Rechner erreichbar, auch ohne irgendein Programm zu starten ist er nun bereits anfällig für Viren und Würmer, denn diese können Sicherheitslücken des Betriebssystems ausnutzen und sich darüber auf dem Rechner installieren. Mögliche Schäden: Viren, Würmer, Trojaner Lösung:
Das 2. Risiko: ist das surfen im Internet selber. Es werden immer wieder Sicherheitslücken in Web-Browsern gefunden. Besonders viele beim Internet-Explorer. Lücken im Browser können z.B. mit dem c't Browsercheck [4] getestet werden. Mögliche Schäden: Installation von Viren, Würmern, Trojaner, Dialer, Adware, Spyware, etc. Das Surfverhalten kann ausgewertet werden, Lösung:
Das 3. Risiko: besteht beim lesen von E-Mails. Das Programm Outlook ist ziemlich anfällig für Schädlinge, vor aller in den älteren Versionen, deshalb besser meiden. E-Mails sollten besser nur im TEXT-Format, nicht im HTML-Format gelesen werden, ansonsten kann u.U. bestätigt werden, wann die E-Mail gelesen wurde, unter welcher Internet-Adresse der E-Mail Empfänger gerade erreichbar ist, oder es es können auch Java-Script-Fehler ausgenutzt werden um Viren, Trojaner, etc. zu installieren. Ein E-Mail Anhang sollte auch von bekannten Personen nicht ohne weiteres geöffnet werden. Auch Hinweise, das der Anhang als Virenfrei erkannt wurde ist oft nur eine geschickte Fälschung. Denn vielleicht kommt die E-Mail gar nicht vom dem, der als Absender darauf steht. E-Mail Absender-Adressen zu fälschen ist sehr einfach. Achtung ist vor allem bei kurzen, unpersönlichen E-Mails ohne Anrede geboten. Ein weiteres Problem: Je nach E-Mail Programm wird der Datei-Typ einen E-Mail Anhanges nicht richtig angezeigt. Viele netten Bildschirm-Schoner und andere "Fun-Programme" können Schadensroutine oder auch noch ganz andere Funktionen haben. In letzter Zeit ist das so genannte Phishing beliebt geworden. Dabei behauptet irgendeine Firma (bei der man z.B. einen E-Mail Account, ein Bankkonto oder einen Online-Shop Zugang hat) in einer E-Mail, das die bisher benutzten seine Passwörter durch irgendeine Phantasievolle Geschichte verloren gegangen sein oder neu einzugeben wären. Deshalb sei meist möglich schnell und unbedingt notwendig seine Daten auf einer in der E-Mail angegeben (gefälschten) Webseite erneut einzugeben. Es werden auch viele falsche Meldungen (Hoax) verschickt. Z.B. ... "Firma XY empfiehlt umgehend Patch Y einzuspielen", ... es wird vor einer Datei auf dem Rechner gewarnt, ... es wird eine einfache Verdienstmöglichkeit angepriesen, ... eine Unterschriftenliste für irgendeine scheinbar gutgemeinte Aktion, ... oder vom Absender besonders gemein, man erhält eine Mail nach dem Motto: Leite diese Mail 100 Mal weiter sonst geschieht Dir ein ganz, ganz böses Unglück! Mögliche Schäden: Viren, Würmer, Trojaner, Dialer, Adware. Lösung:
Das 4. Risiko: besteht in der schnellen und unbedarften Installation von Software... Sei es per E-Mail, mal eben schnell herunterladen aus dem Internet, beim Internet-Explorer reicht dazu ein Mausklick aus: Schon ist ein Dialer, Trojaner, Spyware oder Adware aktiv. Einige "Freeware" Programme sind Spyware oder Adware. D.h. die Programmautoren verdienen ihr Geld damit, das sie entweder das Surfverhalten mitprotokollieren, oder Werbung einblenden. Das ist ja noch nichts verkehrtes, leider wird darauf oft nicht klar genug hingewiesen. Kaum einem fällt bei der Installation des Internet-Explorers auf (falls er nicht schon vorinstalliert ist), das dadurch auch Alexa installiert wird. Alexa ist ein Software-Modul welches das Surfverhalten aufzeichnet und an einen Internet-Server zur Auswertung übermittelt. Mögliche Schäden: Viren, Würmer, Trojaner, Dialer, Spyware, Adware. Lösung:
Links: [1] Updates zu Windows, Internet Explorer, Outlook, kann zur automatischen Suche nur mit dem Internet-Explorer benutzt werden windowsupdate.microsoft.com [2] Firewalls ZoneAlarm ist eine einfache Firewall und für den privaten Benutzer kostenlos. ZoneAlarm Pro ist kostenpflichtig! Nach der Installation wird bei jedem Zugriff eines Programms auf das Internet gefragt, ob der Zugriff erlaubt ist oder nicht. Einfach das Häkchen ankreuzen, schon wird die Einstellung dauerhaft gespeichert. In c't 13/04 S. 143 wurde ZoneAlarm und mehrere Freeware Firewalls getestet. www.zonelabs.de [3] Port-Scanner gibt es viele. Ich möchte den von GRC.COM empfehlen. Einfach auf der Seite nach "ShieldsUP!" suchen, nach der Zustimmung durch den Klick auf den Button, findet ein einfacher Test auf Erreichbarkeit statt. Unter dem Ergebnis gibt es noch weitere Testmöglichkeiten wie File Sharing, Common Ports, etc. grc.com [4] c't Browsercheck Mit dem Browsercheck kann der Browser auf Sicherheitslücken hin überprüft werden. Die meisten Sicherheitslücken-Tests gibt es mit dem Internet-Explorer. Auch gibt es hier Hinweise, wie der Browser sehr sicher eingestellt werden kann. Wer sich für Sicherheitslücken interessiert wird auf der Security-Seite von Heise fündig. c't Browsercheck heise.de/security/ [5] Alternative Browser zum Internet-Explorer Da es inzwischen ein "Volkssport" geworden ist, Sicherheitslücken des Internet Explorer zu finden und zu mißbrauchen, sollten alternative Internet-Browser zum surfen benutzt werden. Das ist zwar ersteinmal mit zusätzlichem Installationsaufwand verbunden, da diese Browser nicht schon mit Windows installiert werden. Firefox, SeaMonkey, Opera sind gute Alternativen. Wenn Internet-Seiten mit diesen Browsern nicht richtig angezeigt werden, liegt das meistens daran, das der Webmaster der Internet-Seite Internet-Explorer spezifische Erweiterungen benutzt, die nicht dem Internet-Standard des W3C's entsprechen. Jeder kann das auf der W3C-Seite überprüfen und den Webmaster darauf hinweisen. Firefox oder SeaMonkey Opera (kostenlose Verson mit Werbebannern) [6] Alternative E-Mail Programme zu Outlook Eine gute Alternative zu Outlook ist Thunderbird, er ist der reine Mail-Client der SeaMonkey-Software Suite. Wer SeaMonkey hat, kann auch das in den Browser integrierte E-Mail Programm benutzen. Eines der umfangreichsten kostenlosen E-Mail Programme ist Pegasus Mail. Thunderbird SeaMonkey Pegasus Mail [7] Anti-Virenscanner Es gibt viele, ich benutze die AntiVir Personal Edition oder den AVG Free Editon. Sie finden und löschen alle verbreiteten Viren und sind kostenlos für den privaten Gebrauch. Es sollte mindestens 1 Mal pro Woche, eine Aktualisierung stattfinden, da neue Viren meist erst in die Freiheit entlassen werden, wenn sie soweit entwickelt sind, das sie von gängigen Virenscannern nicht erkannt werden. AntiVir Personal Edition AVG Free Edition [8] Infos über Hoaxes von der TU Berlin www.hoax-info.de [9] Software zum suchen und löschen von Spyware, Adware, Trojaner und Dialer Hier gilt die Devise viel hilft viel, den nicht jedes Programm findet alle Schädlinge. SpyBot-Search & Destroy findet und löscht Adware / Spyware / Immunisierung gegen diverse Spyware möglich, gute Infos zu der Spyware Ad-Aware findet und löscht Adware / Spyware a² free findet Trojaner & Co. Autostart-Manger zum Suchen und deaktivieren von Programmen, die zum Windows Start automatisch gestartet werden. [10] Seiten um Freeware herunter zu laden Es bietet sich im Prinzip jede Internet-Seite einer größeren Computerzeitung an. Ich benutze gerne die Seite von CHIP aufgrund der Aktualität, und dem großen Angebot. Software von Computerzeitschriften sind normalerweise getestet und kategorisiert, nach Freeware, Shareware, Adware... Bei CHIP kann (wahrscheinlich) die aktuelle Version jeder auf dieser Seite von mir empfohlenen Freeware heruntergeladen werden. Einfach auf "Download" klicken und das Programm suchen, eine Registrierung entfällt: www.chip.de |
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